Sicher unterwegs sein

Ein Beitrag des Südtiroler Berg- und Höhlenrettungsdienstes
Wer früh unterwegs ist, hat am meisten vom Tag. In der kühlen Morgenluft fällt der Aufstieg sehr viel leichter als in der heißen Mittagszeit. Zudem gehen Frühaufsteher dem Andrang aus dem Wege, von dem an manchen Wochenenden auch die Berge nicht verschont bleiben. Auf längeren Wegabschnitten unter der Sonne immer eine Kopfbedeckung und Brille tragen. Auf dem Berg ist die Sonne noch stärker als im Tal.Es sollte stets darauf geachtet werden, auf den markierten Steigen zu bleiben. Abkürzungen und Varianten belasten die empfindlichen Wald- und Wiesenböden und können schließlich zum völligen Verlust der Route führen.Die Zeitangaben auf den Wandertafeln sind eine gute Orientierungshilfe für die verbleibende Länge des Weges und die Einteilung mehrerer kurzer Pausen.Beobachtet man unterwegs zunehmende Gewitterneigung, sollte sofort in die nächste Schutzhütte eingekehrt oder ins Tal abgestiegen werden. Grundsätzlich nimmt die Gewittergefahr in den Nachmittagsstunden zu.

Verhalten im Notfall

Sollte sich während der Wanderung ein Unglück ereignen, hängt das Ausmaß der Folgen entscheidend vom Verhalten der Kameraden ab. Die erste Verhaltensregel für jede Notsituation ist das Bewahren der Ruhe. Denn nur ein klarer Kopf kann unter außergewöhnlichen Umständen vernünftige Entscheidungen treffen.

Verhalten bei Gewitter

Der Blitzschlag ist die größte Gefahr für den Wanderer. Aus diesem Grund ist es wichtig zu wissen, in welchem Abstand sich die Gewitterfront befindet. Die Entfernung eines Unwetters wird durch die Zeitdifferenz zwischen Blitz und Donner errechnet. Multipliziert man die Anzahl der Sekunden mit 340, erhält man die Entfernung in Metern. Liegen zwischen Blitz und dem dazugehörigen Donner z. B. 5 Sekunden, ist die Gewitterfront in diesem Moment 1.700 m entfernt (5 sek. x 340 m = 1.700 m).

Folgende Orte müssen bei einem herannahenden Gewitter unbedingt gemieden werden: Einzeln stehende Bäume und Felsbrocken, Felsnasen, Grate, Bergspitzen, Wasserläufe, senkrechte Wände und erdige Moorflächen. Metallische Ausrüstungsgegenstände müssen ebenfalls sofort entfernt werden.

Hütten ohne Blitzableiter und Zelte bieten nur einen geringen Blitzschutz. Halten Sie sich in der Mitte des Raumes oder Zeltes in Hockstellung auf. Im Freien ca. 1 m vor einer Felswand oder Felsbrocken in Hockstellung verharren. Wenn möglich auf trockenen Untergrund achten. Warten Sie, bis das Gewitter abgezogen ist und kehren dann ins Tal zurück (Gefahr von Folgegewittern).

Verhalten bei Unfällen

Unglückssituationen werden oft zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Da es auf dem Berg naturgemäß eine Weile dauert, bis die organisierte Rettung am Unfallort eintrifft, kommt der sog. Kameradenhilfe eine hohe Bedeutung zu. Orientieren Sie sich an folgende Maßregeln: Steht ein empfangsbereites Mobiltelefon oder Hüttentelefon zur Verfügung, wählen Sie aus ganz Südtirol ohne Vorwahl die Notrufnummer 118. Geben Sie bei der Unfallmeldung an:
• Wer sie sind
• Wo sie sind
• Was geschehen ist
• Wieviele Personen Hilfe benötigen
• Wie das Wetter ist

Steht kein Telefon zur Verfügung, steigt eine Person ins Tal ab, um Rettung zu holen. Mindestens eine Person bleibt beim Verletzten. Falls Sie zu zweit unterwegs sind, verlassen Sie den Verletzten erst dann, wenn sein Zustand und seine Lage stabil sind.

Die Erste Hilfe:

Der Verletzte muss zuerst in eine sichere und trockene Lage gebracht werden (z. B. Weg oder Wiese). Als Unterlage eignet sich eine Jacke oder Pullover. Gebrochene Glieder möglichst ruhig stellen und eventuell mit einem Ast und Strick oder Gürtel schienen. Schnitt- oder Platzwunden sofort desinfizieren und verbinden (falls Verbandszeug vorhanden). Kleinere Wunden können auch mit Wasser ausgespült werden. Keine Textilien auf offene Wunden legen! Starke Blutung oberhalb der Austrittsstelle abbinden. Bei Kreislaufbeschwerden Beine hochlegen und Kragen des Patienten weit öffnen. Bei Atemstillstand Herzmassage und Beatmung. Decken Sie die verletzte Person zu und sprechen Sie mit ihr, bis die organisierte Rettung vor Ort ist. Wenn Sie regelmäßig Wandern oder an Skitouren in Südtirol teilnehmen, ist die Anwesenheit bei einem Erste-Hilfe-Kurs ratsam.

Verhalten bei Orientierungsverlust

Links, rechts, rauf oder runter? Auch beim wandern oder Bersteigen im Vinschgau kann man die Orientierung verlieren. Aber was tun, wenn man die Orientierung verloren hat und weder Wanderkarte noch Kompass vorhanden sind. Falls möglich gehen Sie den Weg zurück, auf dem Sie gekommen sind. Ist eine Umkehr nicht möglich, sollte ins Tal abgestiegen werden. Achten Sie darauf, nicht in eine Schlucht oder in felsiges Gelände zu kommen. Bei anbrechender Dunkelheit keinesfalls weitergehen, sondern aus Ästen, Blättern und Moos ein Nachtquartier bauen. Machen Sie mit dem alpinen Notsignal auf sich aufmerksam.
Alpines Notsignal: sechs Signale pro Minute (Rauch, Rufe, Licht) in Abständen von je 20 Sekunden, eine Minute Pause wieder sechs Signale usw.
Antwort: drei Signale pro Minute in Abständen von je 20 Sekunden, eine Minute Pause, wieder drei Signale usw.

Ausrüstungscheckliste:

* Bequemer Rucksack
• Festes Schuhwerk (Trekking- od. Bergschuhe)
• Atmungsaktive, leichte Beckleidung
• Warmer Woll- oder Fleecepullover
• 1 Paar Ersatzsocken
• Regenschutz
• Sonnenhut
• Sonnenbrille
• Sonnencreme
• Wanderkarte
• Kompass
• Trinkflasche
• Verpflegung
• Pflaster/Verband, Desinfektionsmittel
• Taschenmesser
• Stöcke (erleichtern vor allem den Abstieg)
• Mobiltelefon (für Notfälle)
• Bei Gletscherquerungen: Steigeiesen, Pickel, kurzes Seil

Info & Notrufe:

Wetterdienst: Tel: 0471 271 177
Bergrettung: Tel: 118
Europ. Notrufnummer: Tel: 112 (auch ohne SIM Karte aktiv)

 
 
 

Vostra richiesta

Arrivo
Partenza
 
 
Richiesta
 
Offerta Last Minute
 
Webcam Alto Adige
 
Guestbook
 
 
Offerte
 
 
Giovedi

14°C
27°C
Venerdi

15°C
28°C
Sabato

15°C
25°C
 
Hotel Watles Fam. Ziernheld Georg - Prämajur 49 - I - 39024 MALLES - ALTO ADIGE - Tel 0039 0473 835411 - Fax 0039 0473 831879 - info@watles.com
© 2007 Colophon - P. IVA IT01587090216